Heute sind wir von einem zweitägigen Ausflug zurückgekommen. Am Montag haben wir uns schon sehr früh getroffen und sind in einem Bus nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir uns zuerst mit den Israelis zusammen die Stadt angeguckt, mussten uns dann aber trennen, bevor wir in den christlichen und arabischen Teil der Stadt gingen, weil die Israelis dort aus Jugendschutz-/Sicherheitsgründen nicht hindürfen.
Als deutsche Gruppe besichtigten wir die Grabeskirche und konnten eine halbe Stunde auf dem Basar einkaufen gehen. Anschließend trafen wir uns wieder mit den Israelis und gingen hinüber zur Klagemauer, wo jeder einmal hingehen konnte und die Mauer berühren. Ich habe es gemacht, auch, wenn ich mir dabei ein bisschen komisch und touristisch vorkam, weil diejenigen, die hier aus religiösen Gründen herkommen, ja wirklich etwas empfinden und ich nur aus Neugier da war.
Anschließend fuhren wir mit dem Bus weiter in die Wüste, wo wir am frühen Abend ein Beduinendorf erreichten. Vor dem Dorf warteten viele Kamele auf uns, auf denen wir in Zweiergruppen Platz nehmen durften. Wir ritten etwa eine halbe Stunde und es war ziemlich lustig für uns. Die Tiere machten leider nicht den Anschein als wäre es für sie ähnlich spaßig.
Danach gab es Essen in einem Beduinenzelt, Reis (mit Fleisch, also eher uninteressant für mich als Vegetarierin) und Salat, Humus, Tahin und Pitas. Es war sehr lecker und hinterher bekamen wir noch einen Becher Tee gereicht. Ein bisschen irritierend war, dass bis auf den Servierteller alles aus Plastik war und hinterher der gesamte Inhalt des Tisches (samt des nicht Gegessenen) einfach in einem riesigen Müllsack landete.
Wir durften noch einer Kaffee-Zeremonie beiwohnen und gingen dann hinüber in unser Camp, das ich mir wesentlich schlichter vorgestellt hatte. Es waren 6 oder 7 gemauerte Hütten mit elektrischem Licht und selber gebauten Stockbetten. Sehr gemütlich und geschlafen habe ich auch gut.
Zum Frühstück gab es wieder allerhand salzige Sachen, auch Salat. Außerdem ein bisschen süße Aufstriche und es gab wieder Pitas, die ich wirklich großartig finde.
Nach dem Frühstück fuhren wir weiter zur ehemaligen Festung Masada, um die sich ein Mythos rankt, nach dem sich in einer hoffnungslosen Situation alle 960 dort lebenden Personen das Leben nahmen, um nicht den sie belagernden Römern in die Hand zu fallen.
Nachdem wir uns die Überreste der Festung angeguckt hatten, fuhren wir weiter durch die Wüste zum Toten Meer. Wir hatten leider insgesamt nur eine Stunde Zeit dort, so dass der Aufenthalt ein wenig gehetzt war. Aber das Tote Meer ist wirklich sehr lustig, ich konnte es mir nicht vorstellen, aber man schwimmt wie ein Korken. Sich koordiniert zu bewegen ist dadurch deutlich erschwert. Aber es ist sehr lustig. Und ein bisschen unangenehm, weil alle Wunden, die noch so klein sind, oder gereizte Stellen auf der Haut sofort anfangen zu brennen, wenn man ins Meer geht. Ansonsten ist es aber sehr lustig.
Nach dem Aufenthalt am Toten Meer fuhren wir wieder zurück nach Rishon LeZion, wo wir jeder in die Gastfamilie fuhren und den Abend eher ruhig verbrachten.