Haifa (Bahai-Gärten), Akko und Carmel

Heute hatten die Israelis wieder Schule, also sind wir als deutsche Gruppe (plus ein paar Israelis, denen die Schule heute nicht so wichtig war) nach Haifa gefahren, um dort die Bahai-Gärten anzugucken. Sie schauen ja wirklich schön bunt aus, farbenprächtig vor allem, man findet dort viele Blumen, die es in Deutschland auch gibt. Aber eigentlich finde ich Gärten schöner, in denen Pflanzen sich natürlich verhalten dürfen und nicht permanent zurechtgestutzt werden.

Anschließend sind wir nach Akko gefahren. Ein kleiner Ort am Meer, in dem wir zuerst einmal Brotzeitpause gemacht haben und dann auf einem arabischen Markt einkaufen konnten, der wirklich großartig war. Es gab dort 100g Halva für 6 Schekel, was in etwa 1,30 € entspricht. Ich habe welches mitgenommen und hoffe sehr, dass es den Flug übersteht. Außerdem gab es dort Gewürze und getrocknete Früchte zu Spottpreisen. Und der Markt war (außer am Eingang) nicht besonders touristisch, man sah auch einen ganzen Haufen Einheimische dort einkaufen. Danach sind wir noch durch den Ort gelaufen, den ich wirklich sehr niedlich gefunden habe. Wenn ich nochmal nach Israel komme, würde ich dort auf jeden Fall eine Weile bleiben.

Unser letzter Stop war Carmel, wo wir – laut Plan – auf eine Gruppe junger, arabischer Israelis treffen sollten. Wir hatten eigentlich eine Diskussion mit Jugendlichen erwartet, es kam aber anders. Ein paar der Jugendlichen aus dem Jugendzentrum, das uns empfing, spielten auf Geigen und Trommeln Musik vor, die auch sehr schön war, aber nicht was wir erwartet hatten. Anschließend führte der Leiter des Jugendzentrums (der arabischer Beduine ist) eine Präsentation vor über die arabische Minderheit in Israel. Leider endete der Aufenthalt in dem Zentrum mit einer leicht angespannten Stimmung, weil ein paar der Israelis, die heute am Programm teilnahmen während des Vortrags uns gegenüber kundgaben, dass sie der Vortrag nicht interessiere, schließlich sei der da Vorne ja nur ein Araber und würde eh nur Schmarrn erzählen. Unser Tourguide, Sara, den wir heute dabei hatten, gab sich im Bus große Mühe, nochmal die Geschichte zu erklären und beruhigte damit die Situation wieder ein bisschen.

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