MUC -> TLV

Bald geht es los. Ich bin dieses Jahr über Ostern als Betreuerin bei einem Jugendaustausch nach Israel dabei. Samstag früh fahre ich mit der ersten S-Bahn zum Münchner Flughafen, wo wir uns um 7 Uhr morgens treffen. Um halb 10 startet dann unser Flieger am Flughafen Franz-Josef-Strauß in München und landet um 14:05 Uhr Ortszeit am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv.

Ich bin sehr gespannt, Land und Leute kennen zu lernen. Wohnen werden wir bei Gastfamilien. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Übernachtung in einem Beduinenlager, Kamelreiten, ein Ausflug ans Tote Meer, die Bahai-Gärten, aber auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sowie viele Städte (Jerusalem, Haifa, Akko, Carmel…).

Es wird bestimmt spannend. Ich werde viele Fotos machen und berichten!

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München ist bunt!

Bin gerade zurück von der Anti-Nazi-Demo “München ist bunt” in München und einigermaßen erschüttert über den Polizeieinsatz.

Die Neonazis hatten für ihren “Heldengedenkmarsch” eine Route quer durch die Stadt genehmigt bekommen. Vom Isartor weg, entlang der Isar bis zum Friedensengel und dann zur Staatskanzlei. Großräumigst wurde von der Polizei abgesperrt, vom anderen Isarufer kommend mussten wir ewig an die Polizisten hinbetteln um durchgelassen zu werden zur Mahnwache an der Lukaskirche. Damit wir unser Demonstrationsrecht wahrnehmen konnten, durften wir schließlich in Fünfergruppen – eingerahmt von vier Polizisten – über den Kabelsteg die Isar überqueren und wurden an der Kirche wieder hinter die Absperrung gelassen.

Dort blieb uns dann nichts anderes übrig als tatenlos zuzusehen, wie die ca. 100 Nazis – begleitet von sicher 500 Polizistinnen und Polizisten an uns vorbeizogen. An Blockieren war hier überhaupt nicht zu denken, da zur Mahnwache nur ganz sparsam Demonstrantinnen und Demonstranten durchgelassen wurden.

Als die Neonazis vorbei waren, zogen wir weiter, um an der Prinzregentenstraße ein weiteres Mal zu versuchen, sie aufzuhalten. Es gelang auch eine Sitzblockade an der Ecke Prinzregentenstraße/Franz-Josef-Strauß-Ring, was aber nicht viel half, da die Nazis – massiv geschützt durch die Polizei – eine Umleitung über Nebenstraßen nahmen.

Auf dem Franz-Josef-Strauß-Ring war kein Durchkommen mehr zur Staatskanzlei, wo die Nazis ihre Abschlusskundgebung halten wollten. Dicht an dicht standen dort Polizeifahrzeige und Polizisten. Wo genau die Nazis gerade genau waren oder was in den vorderen Reihen ablief konnte man von dort, wo wir standen höchstens erahnen. Was wir allerdings sehr wohl zu spüren bekamen war der Tränengaseinsatz und das wilde Gedrängel und Geschubse der Polizisten. Auch so kann man eine Demo zum Eskalieren bringen.

Fast 2000 Polizistinnen und Polizisten waren also nötig, damit 100 Neonazis ihren “Heldengedenkmarsch” durchführen konnten. Wenn mir das nächste Mal im Zusammenhang mit Demos jemand etwas von Verhältnismäßigkeit erzählt, werde ich mich erinnern.

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Demobericht

Hier ist er nun, der versprochene Bericht von der Demo im Wendland. Auch wenn mich die zwei Nächte, die ich im Bus verbracht habe, ziemlich geschlaucht haben, war es trotzdem ein voller Erfolg!

Laut den Veranstaltern waren bei der großen Auftaktdemo zu den Castorprotesten in Splietau (Landkreis Lüchow-Dannenberg) sagenhafte 50.000 Leute. Selbst die Sonne hat sich mit uns solidarisiert und uns – wenigstens etwas – aufgewärmt. Das Bühnenprogramm war auch sehr gut, neben Greenpeace-Chef Kumi Naidoo waren auch Musiker geladen, wie Rainer von Vielen und Bela B. zusammen mit Rocko Schamoni. Entlang des Demo-Ackers standen überall Infostände und Essensbuden. Es herrschte die reinste Festivalatmosphäre, schade nur, dass der Anlass so ernst ist.

Nach der Demo mussten wir noch ein kleines Abenteuer auf uns nehmen, denn den ca. 4km lange Weg zum Bus mussten wir nach der Demo sowohl im Dunklen als auch ohne Beschilderung finden. Unter Zuhilfenahme sämtlicher uns zur Verfügung stehender Hilfsmittel (Ortskundige Helfer, Handy, GPS, Taschenlampe) fanden wir den Rückweg aber und waren sogar einigermaßen pünktlich zur Abfahrt wieder am Bus.

Die folgenden Blockadeaktionen habe ich dann von zu Hause aus weiterverfolgt, leider hatte ich nicht die Zeit, um dort zu bleiben. Besonders beeindruckend fand ich die Greenpeace-Aktion mit dem Bierlaster, die die Ankunft des Transports um einen weiteren halben Tag verzögern konnte.

Mein Kompliment und Dank an alle, die am friedlichen, kreativen Protest aktiv teilgenommen haben!

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Auf gehts ins Wendland!

So. Dieses Wochenende geht es nun also auf ins Wendland zur Großdemo in Dannenberg.

Vor einer Stunde ist unser Bus vom Hauptbahnhof losgefahren, der uns zur Demo bringt! Nachdem es erst noch unklar war ob der vom Stadtbüro organisierte Bus mangels Zulauf überhaupt fahren kann, ist er jetzt komplett voll. Er ist an der Decke schön passend grün beleuchtet und hat sogar ein Klo. (welches ich gerade getestet habe – knappe 0,5qm – sehr interessant)

Um uns einzustimmen haben wir uns vorher bei meiner Kollegin Ilga getroffen, die uns sehr lecker bekocht hat. Kürbissuppe, Gemüselasagne und Schokopudding.

Ich werde jetzt versuchen, ein bisschen zu schlafen, und dann morgen von der Demo berichten.

Bis bald!

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verspätetes Berlin-Fazit

Leider sind meine Berlin-Berichte relativ plötzlich abgerissen, aber ich hatte irgendwie immer etwas zu tun und bin schlicht nicht mehr dazugekommen.

Mein Praktikum in Berlin ist jetzt schon seit einer Woche vorbei und ich finde es ist Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen. Das Praktikum hat sehr viel Spass gemacht, allerdings würde ich allen, die Praktika im Bundestag planen, raten, sich mindestens sechs Wochen dafür Zeit zu nehmen. In dem einen Monat, in dem ich dort war, hatte ich gerade einmal die Gelegenheit, alles kennen zu lernen, konnte mich aber kaum vertieft in Themen einarbeiten. Das hätte sicherlich auch noch Spass gemacht.

Berlin als Stadt hat mir auch sehr gut gefallen, so gut, dass ich mir fest vorgenommen habe im nächsten Jahr nochmal 1-2 Praktika dort zu machen. Noch bin ich am Überlegen, wo genau das sein wird, aber im Moment schweben mir zum Beispiel die taz und die Heinrich-Böll-Stiftung vor. Weitere Vorschläge sowie WG-Angebote nehme ich gerne als Kommentar an. ;-)

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Spannendes Berlin

Jetzt wird es langsam Zeit, wieder aus Berlin zu berichten. Ich habe seit meinem letzten Eintrag soo viel erlebt, dass ich es wahrscheinlich gar nicht alles unterbringe in diesem Blogeintrag.

Am Sonntag war ganz wunderbares Wetter, also bin ich nach dem Frühstück erstmal los, die Stadt erkunden. Als erstes ging ich zum Fernsehturm und zum Alexanderplatz, dann vorbei am Roten Berliner Rathaus weiter ins Nikolaiviertel, in dem hübsche alte Gebäude, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, wieder aufgebaut wurden. Am Brunnen vor der Nikolaikirche setzte ich mich eine Weile in die Sonne und sah den Menschen beim Stadt anschauen zu. Das ist auch mal schön, in einer Stadt Zeit zu haben und nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hüpfen zu müssen, um alles zu sehen.

Anschließend wollte ich noch in der Dorotheenstraße 101 – wo Tonis Büro ist – vorbeischauen, damit ich am Montag nicht so lange suchen musste. Eigentlich war es aber ganz leicht zu finden, nur ein bisschen weit zu laufen und so setzte ich mich danach auf den Stufen vor dem Reichstag ein bisschen hin um mich auszuruhen. Es war Tag der offenen Tür und ich überlegte, ob ich schonmal reinschnuppern sollte. Doch angesichts der Tatsache, dass draußen schönes Wetter und drinnen – der Schlange nach zu urteilen – viele Leute waren entschied ich mich dagegen. Ich saß noch eine ganze Weile draußen auf den Stufen und genoss den sonnigen Tag. Zweierlei Künstlergruppen konnte ich von dort aus auch ganz gut anschauen, vier Mädls, die Choreografien tanzten und Beat ‘n Blow – eine Band aus Trommlern und Bläsern, die für ziemlich Action sorgte.

Abschließend machte ich noch einen Abstecher zum Hauptbahnhof, um mich wegen einem BVG-Monatsticket zu informieren und lief anschließend nach Hause.

Am Montag begann dann mein Praktikum, als ich dort ankam sah ich Toni schon im Flur stehen, wo er ein Interview für den ndr gab. Dort durfte ich gleich ein bisschen mitlaufen, allerdings musste ich ziemlich aufpassen, dass ich nirgends im Bild zu sehen war. Gar nicht einfach. Am ersten Tag durfte ich Toni auf Schritt und Tritt folgen, was mir einen interessanten Einblick in seinen Tagesablauf gab. Ein dicht gedrängter Terminkalender – bis auf eine halbe Stunde Mittagspause war ich von 9:00 bis 18:30 Uhr durchgehend beschäftigt. Toni sogar noch länger. Er hatte vor mir angefangen und anschließend noch einen Abendtermin.

Am Dienstag durfte ich das Plenum auf der Besuchertribüne verfolgen. Im Vergleich zum Bayerischen Landtag ist es um einiges umständlicher dort hineinzukommen. Während es daheim in München genügt, dass ich im Gebäude bin, um auf die Besuchertribüne zu kommen, muss ich für den Bundestag neben meinem Hausausweis eine extra Einlasskarte haben, die mir die Fraktionsgeschäftsstelle ausstellt und darf auch dann nur zeitlich begrenzt bleiben.

Neben den Sitzungen habe ich auch schon ein bisschen recherchiert und angefangen, zwei Texte zu schreiben. Morgen darf ich nochmal ins Plenum, mal sehen was da passiert.

Abgesehen vom Praktikum habe ich mich inzwischen ganz gut hier in Berlin eingelebt, gestern war ich zum ersten Mal abends unterwegs. Am Alexanderplatz war die Auftaktveranstaltung fürs Oktoberfest. Mit vielen Promis. War aber ein bisschen fad, viele sind einfach nur zum Essen gekommen und dann gleich wieder gegangen. Und so richtig Stimmung ist auch nicht aufgekommen unter den ganzen Anzugträgern. Und trotzdem wars irgendwie lustig, ich war mit einer Kollegin dort und Toni hat auch noch kurz vorbeigeschaut.

Heute war ich auf der großen Anti-Atom-Demo hier! Aber davon morgen mehr!

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Ankunft in Berlin

Kaum aus Holland zurück gings für mich schon wieder weiter nach Berlin. Praktikum im Bundestag im Büro von Toni Hofreiter. Also habe ich meine Koffer wieder gepackt und bin gestern mit dem ICE nach Berlin gefahren. Um kurz nach 17:00 Uhr war ich schließlich am Berliner Hauptbahnhof und obwohl ich mir ziemlich Mühe gegeben hab, mir nichts anmerken zu lassen, hat man mir wohl angesehen, dass ich fremd bin. Einmal dort und einmal am Alexanderplatz versuchten mir Leute auf Englisch zu helfen. Es hat aber wenigstens Spass gemacht, “Danke, aber ich sprech’ deutsch” zu antworten und die Gesichter zu sehen.

Ich habe mich aber schnell erstaunlich gut zurecht gefunden und war schließlich eine halbe Stunde später an meiner Wohnung im Prenzlauer Berg, die ich mir über die Mitwohnzentrale Zeitraum vermitteln lassen hatte. Die Hausmeisterin ließ mich ein und gab mir die Schlüssel. Dann stand ich erstmal allein in der Wohnung. Kurz daheim die gute Ankunft verkündet und dann erstmal einkaufen. Butter, Milch, Brot, Müsli, Käse, Obst, Gemüse, Nudeln… Gleichzeitig schonmal ganz automatisch das Viertel erkundet.

Danach wurde es schon etwas wohnlicher in dem leeren 30m²-Zimmer. Der Einfachheit halber habe ich mir Butternudeln gekocht, als Nachtisch gabs ein paar Aprikosen. Die Wohnung scheint bis jetzt ganz in Ordnung. Schön ruhig, im Hinter-Hinterhof und schön viel Grün vor den drei Fenstern. Leider ist es trotzdem etwas dunkel, weil die Häuser rundrum so hoch sind. Die Wohnung ist sauber, das Bad glänzt, die Küche ist auch in Ordnung – unter dem Bett habe ich aber schon Staub gefunden. Und ein bisschen wenig Geschirr ist da, es gibt nur 2 kleine Gläser und jeweils nur 2 Teller, vom Besteck immer nur ein Teil. Muss ich öfter abspülen. Mist. ;-)

Den Abend verbrachte ich ruhig daheim und richtete mich fertig ein. Ein bisschen hellhörig ist es, so dass ich mehrmals nachschauen ging, ob ich in der Wohnung auch alleine war. Dann fing auch noch der Wasserhahn an zu tropfen. Und bis ich da draufgekommen bin… Naja. Trotzdem hab ich gut geschlafen und hatte eine erste erholsame Nacht in Berlin.

Grad gabs Frühstück. Toastbrot mit Brie und Marmelade. Hab abgespült, mir eine Brotzeit gerichtet und werde jetzt mal rausgehen und mir Berlin anschauen. Das Wetter ist prima, obwohl das gestern im Wetterbericht anders klang. Sehr fein. Danke, Berlin.

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Tag 15: 08.09.2010 (Amsterdam und Abreise)

Heute war Abreisetag, wir deponierten unser Gepäck im (schon übervollen) Luggage-Room, ließen unsere Fahrräder auch noch stehen und gingen zu Fuß los. Wir hatten für heute nichts größeres vor und so bummelten wir durch die Stadt, saßen in einem Cafe und guckten auf die Straße. Anschließend gingen wir noch zur nahegelegenen Westerkerk, in der Rembrandt begraben wurde, sahen sie uns kurz von innen an, wurden aber dann nach 5 min schon wieder gebeten, die Kirche zu verlassen, da ein spezielles Gebet stattfinden sollte.

So gingen wir weiter, kauften im gegenüberliegenden Supermarkt “Albert Heijn” ein paar Kleinigkeiten als Proviant für die Zugfahrt und machten uns langsam auf den Weg Richtung Abendessen. Heute wollten wir schon früher essen, damit wir danach noch Räder und Gepäck holen konnten und pünktlich am Bahnhof waren. Nach einem kurzen Abstecher durch den Begijnhof, einer kleinen, ruhigen Siedlungsanlage, in der knapp 100 ältere Single-Frauen und junge Studentinnen günstig wohnen dürfen, kehrten wir ein zweites Mal beim holländischen Lokal “De Blauwe Hollander” ein und aßen ein zweites Mal Stamppot.

Dann holten wir die Fahrräder und fuhren zum Bahnhof. Über uns braute sich ein mächtiges Gewitter zusammen, das sich glücklicherweise erst ergoss, als wir schon im Bahnhofsgebäude waren. Wie gewohnt positionierten wir uns schon vor Einfahrt des Zuges an der richtigen Stelle auf dem Bahnsteig, damit wir – so jedenfalls die Theorie – nicht am Bahnsteig entlanglaufen mussten, wen der Zug kommt. Prima Idee, bloß fuhr der Zug ohne Ankündigung falschrum ein. Also mussten wir doch mit unseren Fahrrädern am Bahnhof entlanglaufen, fast am ganzen Zug entlang. Wir schafften es gerade so, brachten wieder unsere Fahrräder im engen Radlabteil unter und schleppten unser Gepäck zum Schlafabteil. Viel unternahmen wir nicht mehr, ich schrieb noch ein bisschen Blogeinträge und verfolgte anhand meiner Navisoftware im Handy die Zugstrecke, bis wir wieder in Deutschland waren. Dann legte auch ich mich schlafen.

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Tag 14: 07.09.2010 (Amsterdam)

Über Nacht hatte es zu regnen begonnen und so beschlossen wir, uns für den heutigen Tag eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Unser erstes Ziel war das NEMO Science Center, ein riesiges Museum voll mit wissenschaftlichen Versuchen für Kinder, zum Entdecken und Spielen. Leider klappte es aber nicht so, wie es sollte, denn die meisten Kinder liefen nur durch und drückten alle Knöpfe und wenn nicht sofort etwas auffälliges passierte, rannten sie weiter. Irgendwie schade, denn die Versuche waren toll ausgedacht, aber in dem Museum waren einfach zu viele Kinder und es war zu hektisch und vielleicht wäre es auch gut gewesen, an manchen Stellen Anleiter zu haben, die den Kindern bei den Versuchen helfen. So war es einfach nur ziemlich laut und ich hatte kaum die Ruhe, mir die Versuche ordentlich anzuschauen. Trotzdem waren wir, bis wir alles gesehen hatten, immerhin 3 Stunden drin. Auch hier galt die Museumkaart, wodurch wir die 12,50€ Eintritt sparten.

Anschließend fuhren wir mit der Metro raus nach Amstelveen, wo wir ins CoBrA-Museum gehen wollten. Dort waren Werke einer Künstlergruppe ausgestellt, die aus Kopenhagen, Brüssel und Amsterdam kam. Sehr schöne, moderne Kunst, teilweise sehr farbenfroh, was mir gut gefällt.

Wieder in die Stadt zurück fuhren wir mit der Tram, um ein bisschen mehr von der Stadt zu sehen. Danach gingen wir noch ein bisschen spazieren, und dann essen im indonesischen Restaurant “Bojo”.

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Tag 13: 06.09.2010 (Amsterdam)

Auch heute fuhren wir wieder mit dem Rad durch Amsterdam, zuerst zur Hermitage, wo Kunstwerke von Matisse, Picasso, Kandinsky und einigen weiteren ausgestellt waren. Wir fuhren weiter durch die Stadt, zum Rembrandthaus, das Friederike sich ansah, während wir anderen draußen auf einer Bank saßen und die Sonne genossen.

Anschließend fuhren wir zum Dam, dem großen Platz vor dem königlichen Palais, und sahen uns die ebenfalls dort gelegene Nieuwe Kerk an. Die Kirche wird nicht mehr als solche benutzt, sondern nur noch für Kunstausstellungen und Antiquitätenmessen. In der ganzen Kirche war ein Baugerüst aufgestellt, das man betreten konnte, und auf dem von oben begehbar – nach unten ragend – eine Art Haus mit sehr verwinkelten, hohen und bunt gestrichenen Räumen und vielen Türen und Fenstern aufgebaut war – eine Kunstinstallation. Ich fand eine Weile die Idee schön, das Gerüst, das wohl für Restaurationsmaßnahmen aufgebaut war, für Kunstinstallationen zu nutzen. Allerdings wollten sich partout keine Restaurationsmerkmale zeigen. Schließlich las ich, dass das Wahnsinns-Gerüst einzig und allein für die Kunstinstallation aufgebaut war bzw. Teil davon war, was mir irgendwie einen Teil meiner Freude genommen hat.

Wir saßen noch eine ganze Weile am Dam herum, begutachten einige Straßenkünstler. Einen Gorilla, einen Zauberer und einen Wassermann, wie sich nach und nach herausstellte wohl aus ein und derselben Zigeunerfamilie. Die Figuren machten eigentlich nichts weiter als Touristen anzulocken, damit diese ein Foto mit ihnen machten. Irgendwie gefallen mir die lebenden Stauen daheim, die sich gar nicht bewegen bis jemand ihnen Geld hinwirft, besser.

Wir hatten im Reiseführer vom “Szeneviertel” Jordaan gelesen und wollten es uns noch ansehen bevor wir uns entweder dort oder woanders etwas zu essen suchten. Wir fuhren durch die wichtigsten Straßen des Viertels eine Runde und bemerkten, dass es hier zwar nicht so touristisch ist wie in den übrigen Bezirken, dafür ziemlich schick und deswegen auch teuer. Irgendwie fanden wir dann doch einen bezahlbaren Italiener und aßen dort in einem schön dekorierten Restaurant gute Pasta.

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